Alles was man für den kleinen Film braucht ist im Kasten, die Clips sind auf die Festplatte übertragen, jetzt kann es daran gehen, aus dem Rohmaterial einen guten Videoclip zu machen. Und genau an dieser Stelle passiert es oft, dass aus gutem Material ein schlechter Film gemacht wird, weil man beim Schneiden und der Nachbearbeitung zu viel des Guten walten ließ. Verantwortlich dafür sind auch Videobearbeitungsprogramm, die einem ihre Filter geradezu aufdrängen. Hier ein paar Tipps zum Schneiden der Videos:

Einfache Übergänge

Die einfachsten Übergänge zwischen zwei Bildern sind immer noch die besten. Man kann aus Schwarz oder Weiß ein- oder ausblenden und ist immer auf der sicheren Seite. Möglich ist auch noch das Überlagern der Bilder, vor allem wenn die Szenen auch dramaturgisch ineinanderlaufen. Ein sogenannter harter Schnitt, bei dem es keinen Übergang gibt, ist das einfachste Mittel, kann aber bisweilen als unangenehm vom Zuschauer empfunden werden. Auf jeden Fall vermeiden sollte man Spielereien wie Wirbel oder andere Übergänge mit Spezialeffekten.

Color Gradiung

Der letzte Schrei bei der Bildbearbeitung auch für Amateurprogramme ist das Color Grading, bei dem der Film eine einheitliche Colorierung bekommt. Man kann das machen, muss es aber nicht. Nur wenn es ein gewollter künstlerischer Ausdruck ist, sollte man einen Film in eine Farbrichtung bringen. Bei Horrorfilmen geht es meist in Richtung blau oder grün mit satten Farben, bei Liebesfilmen und Dramas zu gelb und einer etwas geringeren Sättigung. Auch Actionfilme haben oft eine geringere Sättigung und dominieren mit kalten Farben.

Spezialeffekte

Auch wenn man heute mit Adobe Aftereffects eine Menge digitale Nachbearbeitung machen kann, sollte das nur eingesetzt werden, wenn man sich damit auskennt und der Videofilm es verlangt. Es muss nicht jeder Schauspieler ein Laserschwert in der Hand haben und viele digitale Explosionen sehen auch genau so aus. Auch hier gilt: Zurückhaltung bei Effekten zahlt sich aus.